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Lib. 2. Od.2. Crescit indulgens sibi dirus hydrops, Nec sitim pellit, nis caussa morbi Fugerit venis, & aquossus albo Corpore languor

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Erklährung der vier und funfzigsten Bild- und lehr-tafel. SIe nehmen es nich übel / dass unser Künstler die flüche / die albereit über die geitzigen kommen / noch mit diesen geheuffet. Er stellet diese arm-seeligen vor in der allergreulichsten pein und straffe / damit der gerechte geber aller dinge diese reuber und diebe zu züchtigen pfleget / die auch die weltlichen ge- setze allzeit verdammet / wiewohl nicht allezeit gestraffet. Es ist der unersätliche / alzeit zuwachsende selsame hunger / der sie naget. Sie können nicht besser vorgebildet werden als durch einen wassersüchtigen. Welcher an denselben glied-massen / die er mit unrecht beleidiget / die gerecht straffe leiden mus; indem er ihm die glieder / die zur ausarbeitung des bluhtes / und folgendes zur erhaltung der gesundheit / die- nen / durch fressen und sauffen viehischer weise verdorben. Er weis / dass sein ma- gen keine wärme mehr hat / als eine halb-gedämpfte; das seine leber ihr amt nicht mehr verrichten kan; und dass alles / was er zu sich nimt / sich in ein tödliche was- serhaftigkeit verändert. Inmittels brennt der armseelige in sich selbst mit solchem feuer / das vielleicht nicht kan ausgeleschet werden; und vermeinet etas laab- sahls aus dem vielen trinken zu bekommen. Er trinket; und ie mehr er trinket / ie heftiger wird der durst. Der leib bläset auf bis auf das euserste der füsse und hän- de. Das wasser leufft ihm fast wieder zum munder heraus; und gleichwohl ist er noch alzeit durstig. Er setzt auch die sauf-bulle tapfer wieder an / und trinkt seinen tod mit dem wasser /d das seine krankheit nur ungenäselicht macht. Sie geruhen nun die gleichnüs selbst an zu bringen und zu erklähren. Sie betrachten den Geitzhals / wie wier den wassersüchtigen betrachtet; und dan werden sie befinden / dass sie ent- weder einerlei krankheit haben / oder aber / wan einiger unterscheid da ist / so sei es dieser / dass der wassersüchtige durch sein unmässiges leben nicht so abschäulich ge- plaget wird / als der karge / filzichte Geitz-hals / durch sein übermässiges geitzen. Dan der wassersüchtige wird zum höchsten in zwei oder dreien jahren seiner krank- heit loss; der geitzige aber wird dreissig ja vierzig jahr nach einander durch die schmer- tzen und weh-tagen / die ihm seine unersätligkeit alle stunden zu tag und nacht unauf- hörlich erneuert / geplaget.

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Das geld macht säkk' und kasten vol / doch nie ein hertz / das geld-geitz naget. Dem geitzhals gleicht kein mensch so woll / als der mit wasser-sucht geplaget: Des einen leib ist silbers voll / der andern stäts vom wasser boll: Doch dürften beide mehr zu kriegen / und lassen niemahls sich genügen.

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54. Der geitzige ist nich zu sättigen

TIPE emblempictura NEXT uiuc_emblems0087_emblem055 SEQ 54 IIHIM GEP ; UIUC ; EMBLEMS ; ILL_BOOK CAPTION_EN A man suffering from dropsy is drinking water as a cure; a doctor is studying his urine SOURCE_FILE uiuc_emblems0087.xml LINK_FACSIMILE uiuc_emblems0087_fac120 MOTTO_LA

54. Quo plus sunt potae plus sitiuntur aquae.

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QVO PLVS SVNT POTAE PLVS SITIVNTVR AQVAE

MOTTO_DE_NORM Der Geitzige ist nich zu sättigen IC 31A2352 ; 31A4625 ; 31D14 ; 31D16 ; 41A23 ; 41A72111 ; 41A7212 ; 41A7221 ; 41A761 ; 41B21 ; 41C12 ; 41C326 ; 41D252(NIGHT-CAP)(+0) ; 46A1632 ; 46B31 ; 49G1 ; 49G2 ; 49G251 ; 49G311 ; 49G317(+0) ; 49G3211 ; 55CC11(+4) ; 56F1(+4) ; 86(QUO PLUS SUNT POTAE PLUS SITIUNTUR AQUAE) PREV uiuc_emblems0087_emblem053 URL_IMAGE uiuc_emblems0087_pic121.jpg ID uiuc_emblems0087_emblem054 MOTTO_LA_NORM Quo plus sunt potae plus sitiuntur aquae CHILDREN CHILDREN_SQRT 0